Was ist Tantra?

Eine kurze Einführung

Der Begriff

Der Begriff "Tantra" setzt sich aus zwei Sanskritworten zusammen: Tanoti (erweitern) und Trayate (befreien) und bedeutet soviel wie: Freiheit erlangen durch erweitern des (praktischen) Wissens. Bewusstseinserweiterung.

 

Die Botschaft des Tantra

Du bist frei!

Du hast alles, was du brauchst in dir!

Diese Worte scheinen so einfach zu sein und erinnern vielleicht an Jesus' Worte an den Gelähmten: "Steh auf, nimm dein Bett und geh!" Vermutlich, weil wir so kompliziert geworden sind bzw., weil uns niemand beigebracht hat, dass wir alles, was wir für ein erfülltes Leben brauchen, in uns tragen, benötigen wir all die Techniken und Rituale, die Tantra uns anbietet, um wenigstens eine Ahnung von dieser Freiheit zu erhalten.

 

Ursprünge des Tantra

Wenn wir versuchen die Ursprünge von Tantra aufzuspüren, stoßen wir an Grenzen:

  • Es gibt sehr unterschiedliche tantrische Ausrichtungen (damals und heute), die von einem rein inneren spirituell-meditativen Weg (tibetisch oder buddhistisch) bis hin zu einem sehr körperlich-sexuellen Weg gehen (hinduistisch).
  • Es gibt leider nicht allzu viele klar datierte klassische Texte und die Datierungen widersprechen sich manchmal, Tantra scheint es aber mindestens seit ca. 2700 v. Chr. unter dieser Bezeichnung zu geben.

Fest steht aber, dass Tantra in Indien seine Anfänge hatte, älter als Yoga ist und die meisten Tantraschulen heutzutage sich auf einige wenige ursprüngliche Texte berufen.

Der wichtigste dürfte das Vigyan Bhairava Tantra sein, eine kleine Schrift von ca. 15 Seiten, die allerdings für uns westliche Menschen einer Interpretation bedarf. Im Vigyan Bhairava Tantra gibt Shiva (der Gott oder das männliche Prinzip: Yang) Devi (der Göttin oder das weibliche Prinzip: Yin) 112 Techniken um Verständnis für das Leben und Erfüllung (Erleuchtung) zu erlangen.

Die Wirkung des (westlichen) Tantra

Tantra ist ein praktischer spiritueller Weg der Freude und Erweiterung des eigenen Potenzials, der wie nur wenige andere, auch Körperlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität einschließt und für innere und äußere Entwicklung nutzt.

Der tantrische Weg kann uns helfen, wieder lebendiger zu werden, unsere sexuelle Kraft als die ursprüngliche Lebenskraft zu würdigen, zu befreien und zu leben und in jedem Gebiet unseres Lebens (Gesundheit, Beziehungen, Sexualität, Arbeitsleben, Freizeit, Kreativität etc.) neuen Sinn und Erfüllung zu finden!

Über die praktischen Auswirkungen unserer Seminare geben die TeilnehmerInnenstimmen am Lebendigsten Auskunft.

 

Tantra im Westen

Anfang der 80er-Jahre begann eine regelrechte Tantrawelle, ausgehend von dem indischen Weisen Osho. Osho, der nach den Worten des Dalai Lama vom 03.02.1983 mit allen Mitteln dafür arbeitet, der Menschheit über eine schwierige Phase der Bewusstseinsentwicklung hinwegzuhelfen, sagt:

"Tantra ist von ungeheurer Bedeutung, vor allem zum jetzigen Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit. Denn ein neuer Mensch ist gerade dabei, geboren zu werden, ein neues Bewusstsein klopft an unsere Türen...".

Die meisten Tantraschulen in Deutschland gehen in irgendeiner Weise auf Osho zurück und sind körper- und lustorientiert.

Es gibt daneben auch traditionellere Schulen, die das "innere" Tantra lehren. Der Dalai Lama oder Swami Satyananda Saraswati bezeichnen sich z.B. auch als Tantriker.

Natürlich können westlich geprägte Menschen kein östlich-traditionelles System praktizieren und so sind alle Tantraschulen eine Mischung aus westlichen Selbsterfahrungs- und Therapiemethoden und östlichen tantrischen Yoga- und Meditationsübungen und Ritualen. Die jeweiligen Anteile sind bei den einzelnen Schulen sehr unterschiedlich gewichtet.

Unsere Devise heißt: So wenig Therapie wie nötig, soviel Tantra wie möglich! oder

Energie statt Therapie!

Diese Themen beleuchten wir in einigen Artikeln näher.

 

Qualifikation von Tantralehrern und wichtige Fragen

Leider kann sich jede/r TantralehrerIn nennen, egal welche Ausbildung oder ob er/sie überhaupt eine Ausbildung in Tantra absolviert hat. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die Qualität der einzelnen Tantraschulen.

Wer die wunderbare tantrische Welt betreten möchte, sollte sich daher gut erkundigen:

  • welche Art von Tantra gelehrt wird (wie groß ist der therapeutische Anteil, wie groß der yogische etc.)
  • wie das Thema Nacktheit in den Gruppen gehandhabt wird
  • welche Ausbildungen die TantralehrerInnen absolviert haben und bei wem (in östlichen tantrischen Traditionen war es immer eine Form von Anerkennung und Dank, seine Lehrer zu erwähnen, heute ist für manche sog. Tantralehrer offensichtlich der Konkurrenzgedanke entscheidender!)
  • Vorsicht! Mittlerweile gibt es verschiedene "Deutsche Tantra (Lehrer) verbände", die aber nicht wirklich das Gros der renommierten Tantrainstitute vertreten und eher private Initiativen sind. Mit "Qualitätssicherung" hat das unserer Meinung nach nichts zu tun.

Siehe auch FAQ zu Tantra

 

Die Praxis des Tantrischen Vision

Nach vielen Jahren der Suche in westlichen Selbstentfaltungsmethoden, östlichen spirituell-yogischen Systemen und verschiedenen Tantrarichtungen hat sich unser ganz eigener tantrischer Ansatz geformt: eine Verbindung von Oshos Lehre mit dem tantrischen Kriya-Yoga nach Sunyata Saraswati bzw. Paramahamsa Satyananda Saraswati. Genaueres dazu finden Sie auf den Eingangsseiten dieser Website.

Paramahamsa Satyananda Saraswati sagte einmal: "Tantra is a test-and-see-system", was soviel bedeutet wie, "Probier' es selbst aus und du wirst die individuelle Wirkung erfahren". Tantra ist keine Religion oder Sekte, auch kein Glaubenssystem, sondern ein bewusstes Experimentieren mit unseren selbstgesetzten Grenzen, ein achtsames Betreten neuer Erfahrungsräume innerhalb der tantrischen Rituale, Übungen und Meditationstechniken.

Ein Seminartag kann folgendermaßen aussehen:

  • Morgenmeditation (Körpererweckungsübungen, leichtes Yoga - bewusstes Atmen - Stille)
  • Frühstück
  • Partnerübung zum Entspannen und Loslassen
  • Mittagessen und Freizeit
  • Begegnungssequenz oder verbaler Austausch und Fragen
  • Abendessen
  • sinnliches Ritual

Tantrasymbole  Meditation  Sinnliches Ritual

Ein Schwerpunkt unseres Lehrens ist die praktische Verbindung zum Alltag herzustellen und den Teilnehmern "Handwerkszeug" für das tägliche Leben mitzugeben.

 

Tantra und Geld

Tantra kann man nicht aus einem Buch lernen, deshalb gibt es Tantraschulen wie die unsere. Wir haben unser Leben dem tantrischen Weg gewidmet und lehren ihn seit 1989. Wir sind der Meinung, dass eine tantrische Initiation für jede und jeden möglich sein sollte, deshalb sind unsere Preise für die Seminare günstig und, für Wenigverdiener, zudem verhandlungsfähig. Darüber hinaus gibt's Frühbucherrabatte sowie Ermäßigungen für Jahrestrainingsteilnehmer und für Wiederholer einzelner Seminare.

Zu diesem Thema erhielten wir von einer Teilnehmerin des Jahrestrainings II folgende Zeilen:

"Ist das Ganze eigentlich sein Geld wert?"... "Ja! Ja! Ja! Das Ganze ist sein Geld tausendmal wert, wenn man es denn unter einem solchen Aspekt betrachten will. Doch: Gibt es tatsächlich einen Wert, an dem es sich messen lässt, dass Phönix begonnen hat, seine Flügel auszubreiten und die Asche abzuklopfen?!"

 

 

Glossar von gebräuchlichen tantrischen Ausdrücken

 

AUM kosmischer Laut, Mantra, auch OM
Chakra Energiezentrum
Kosmischer Kobra-Atem komplexe, fortgeschrittene Atemtechnik zum Transformieren der sexuellen Energie, wird in 4 Stufen eingeweiht
Kundalini Lebensenergie
Lingam Penis
Maithuna traditionelles Vereinigungsritual
Mantra kosmischer Laut
Namasté achtungsvolle Herz-zu-Herz-Begrüßung
OM s. AUM
Pranayama Atemübungen
Puja Verehrung, meist in Form eines Rituals oder Festes
Ritual feierliche, meist mehrstündige Zeremonie um neue Erfahrungsräume zu betreten; wichtiger Bestandteil des Tantra
Shakti das weibliche, göttliche Prinzip; Energie; tantrische Frau
Shiva das männliche, göttliche Prinzip; Bewusstsein; tantrischer Mann
Sushumna der Haupt- oder Feuerkanal der Lebensenergie in der Wirbelsäule
Vajra Penis
Yab-Yum Vereinigungsposition im Sitzen
Yang männlich (taoistisch), vgl. Shiva
Yantra bildhafte Darstellung
Yin weiblich (taoistisch), vgl. Shakti
Yoga Teildisziplin des Tantra; häufig: Körper- und Atemübungen
Yoga Nidra "Der Schlaf der Yogis", Tiefenentspannung
Yoni Vagina

 

 

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