05. Neue Möglichkeiten zum Integrieren von Erkenntnissen in den Alltag

Zwei Hauptbeweggründe für die Teilnahme an Selbstentfaltungsseminaren

Du kennst die zwei Hauptbeweggründe für die Teilnahme an Selbstentfaltungsseminaren:

1. Dir etwas Gutes zu tun, im Kreis von Gleichgesinnten den Alltag hinter Dir zu lassen, weich und berührbar zu werden, Deine Lebendigkeit zu wecken, neue Facetten von Dir zu entdecken und Dich tiefer mit all Deinen Sinnen fühlen und genießen zu lassen ...
und/oder
  2. Dich weit reichend zu Deinem Wesentlichen, Deinem Positiven hin zu verändern, Dich dauerhafter auf ein höheres Energieniveau einzustimmen, Dein Wesen mehr und mehr zu entfalten, kritische, Dich einengende Verhaltensweisen und von Dir selbst geschaffene, für Dich ungesunde Lebensumstände zu erkennen, sie loszulassen und durch geeignetere zu ersetzen.

 

Vielleicht ist es so, dass bei Dir die eine oder andere Motivation überwiegt. Vielleicht bewegst Du Dich auch zwischen den beiden Polen fließend hin und her, mal steht die eine, mal die andere Motivationslage im Vordergrund.
Wie in Dir diese zwei Pole vertreten sind, hat unterschiedliche Auswirkungen auf das, was für Dich auf Deinem Weg geschieht.

Konsequenzen der verschiedenen Beweggründe

Wir wollen hier von unseren Erfahrungen mit den Konsequenzen der verschiedenen Beweggründe berichten. Es gibt keine Wertung im Sinne von besser oder schlechter für den einen oder anderen Grund. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass Deine innere Haltung Konsequenzen hat. Die "Just-for-Fun"-Haltung als gelegentliches Selbsterfahrungsabenteuer ist absolut in Ordnung. Wünschst Du Dir aber mit Deinem ganzen Herzen weitreichende Entfaltung Deines Wesens, wirkliche Veränderung zum Positiven im Sinne einer transformativen Wandlung, ist eine Entscheidung notwendig, Dich liebevoll mit Dir selbst konsequent auf den Weg zu begeben, Dir Zeit zu nehmen für Dich und die Praxis wachstumsfördernder Methoden.

Lass einmal folgendes Szenario auf Dich wirken:

Du besuchst eine Tantra-Gruppe (gilt für Gruppen aller Art), öffnest neue Türen zu Deiner Lebendigkeit und denkst Dir: "Jetzt hab' ich's". Kaum zu Hause angekommen, merkst Du bei der ersten Begegnung mit Deiner/m Partner/in, Deinem Chef oder Deinem Alleinsein (von Eltern oder Kindern ganz zu schweigen), dass es wohl doch nicht so einfach ist, Deine neuen Erfahrungen im Alltag umzusetzen. Was jetzt???
Ist die Gruppe schuld oder der Gruppenleiter oder die Menschen, die nicht dabei waren? Hast Du Deine Lektion nicht vollständig gelernt? Wem könntest Du das "Du-bist-schuld-T-Shirt" überstreifen?
Wenn Du ein erfahrener Sucher bist, erinnerst Du Dich irgendwann daran, dass Du selbst verantwortlich bist für Deine Situation und fängst an, über Dich nachzudenken und Lösungen zu suchen.
Die Schwierigkeit dabei ist jedoch, dass Lösungen zuerst eine Veränderung Deiner inneren Haltung erfordern, der eine tiefe Erkenntnis vorausgehen muss, die man sich nicht erdenken kann. Das hieße nämlich, dass der Verstand sich selbst austricksen müsste (und das ist das Letzte was er tun wird). Dazu Don Juan in Carlos Castanedas "Die Kraft der Stille": "Ich finde, dass Du nur dann Schwierigkeiten hast, den Geist zu verstehen, wenn Du über ihn nachdenkst. Wenn Du denkst, stolperst Du stets über Deine eigenen Füße, aber wenn Du handelst, offenbart der Geist sich Dir."

Spezielle Atem- und Symbolmeditationen für das Zentrum der Erkenntnis

Für uns kristallisiert sich eine neue Vorgehensweise heraus, die hilft, vom immerwährenden Wiederholen derselben eingefahrenen Muster wegzukommen.
Kernpunkt ist, das Zentrum der Erkenntnis (6. Chakra) zuerst zu klären und zu aktivieren.
Mit Hilfe der Öffnung dieses Zentrums durch spezielle Atem- und Symbolmeditationen fällt es uns leichter, uns der Klärung der Themen unserer unteren Energiezentren zuzuwenden. Mit der wachsenden Fähigkeit, bewusst zu bleiben, innere und äußere Vorgänge ohne sie zu unterdrücken mit einem "Aha, das geschieht jetzt!" beobachten zu können, können wir Ängste, ungesunde Verhaltensweisen und ihnen zugrunde liegende, einschränkende Glaubenssätze leichter erkennen, loslassen und durch befriedigendere ersetzen.

Bedeutung eines gut aktivierten "Stillen Beobachters"

Die Gefahr des ebenso wohlbekannten wiederholenden Kreiselns in unseren "Dramen" sinkt, weil die Techniken zur Erweckung des 6. Chakras sich erst einmal nicht um den Emotionalkörper und die unteren Chakren kümmern, sondern die Lebensenergie in das Zentrum der Bewusstheit und Erkenntnis hochführen und uns damit zu eben diesem "Stillen Beobachter" werden lassen.
Erst danach, mit einer gewachsenen Fähigkeit, innere Prozesse beobachten zu können, ohne uns darin zu verwickeln oder davon bedroht zu werden, wenden wir uns der Aktivierung und Reinigung der unteren Chakren mit ihren alltäglichen Problemen zu. Mit dieser Vorgehensweise begeben wir uns in einen Raum der Stille, des Verstehens und auch der Eigenverantwortlichkeit, in dem wir uns für das tiefe Wissen über uns und unsere Haltung zum Leben öffnen.

Kristallisierung des Selbstentfaltungsweges

Wir freuen uns über diese Kristallisierung in unserer Arbeit und die neue Dimension des tantrischen Weges. Die Zeit, in der wir uns jahrelang regelmäßig mit harten Techniken (z.B. Dynamische Meditation, tiefe Prozessarbeit im abermaligen Anschauen und Durchleben alter Traumen) mehr oder weniger erfolgreich abmühen mussten, ist vorbei, weil all diese durchaus wichtigen Methoden nun aber durch die erhöhte Bewusstheit effektiver ihr transformatorisches Potenzial entfalten können.
Die "neuen" Strukturen machen Spaß und sind effektiv. Vor allem wenn wir wirklich ein "JA" für diesen Weg haben und wir uns wert sind, uns täglich wenigstens 15 Minuten Zeit für unsere Entwicklung zu schenken.

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